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Möll - "Verein Bachforelle" - Stall im Mölltal

Der Fischereiverein "Bachforelle" besteht seit mehr als 20 Jahren und bewirtschaftet ein Revier von ca. 6 km Länge an der Möll im mittleren Mölltal.

 

Die Möll entspringt am Auslauf des Pasterzengletschers am Fuße des Großglockners und fließt nach einer Länge von ca. 70 km in Möllbrücke in die Drau. Das Revier liegt am oberen Ende der Äschenregion im Übergang zur unteren Forellenregion.

Aktuell stellt die Bachforelle ca. 50% des Gesamtbestands an fischereilich relevanten Arten, je ca. 25% Anteil haben Äsche und Regenbogenforelle. Die Altersklassen von Jungfischen bis zu laichfähigen Fischen sind sehr gut aufgeteilt, ein guter Bestand für die nächsten Jahre ist garantiert.

 

Der Verein vertraut seit mehr als 10 Jahren auf die Ratschläge von Günther Unfer und Kurt Pinter und hat in den letzten Jahren viele Projekte im Sinne einer hochwertigen Fischerei (ausschließlich Fliegenfischen) implementiert und konsequent umgesetzt.

 

„Die Bachforelle“ besteht derzeit aus 19 Mitgliedern, die durch Ihren Jahresbeitrag der Vereinsvision - hochwertiges Fliegenfischen - nachgehen können. Es werden grundsätzlich keine Tageskarten ausgegeben, um den Befischungsdruck möglichst gering zu halten. Nur für Revierteil-A gibt es eine Kooperation mit der Pension "Dorfschenke", die an ihre Gäste ein kleines Kontingent an Tageskarten vergibt.

 

Aktuell möchte der Verein seine Fischerrunde erweitern und würde gerne 5 neue Mitglieder aufnehmen. Jahresmitgliedsbeitrag: derzeit 1.080 Euro. Damit kann jedes Mitglied jederzeit im Revier seiner Passion nachgehen. Verpflichtet sich aber selbstverständlich, den „Verhaltenskodex“ einzuhalten.

 

Ansprechpersonen und Kontakt:

 

 

Ziele und Leitlinien der Bewirtschaftung / Fischereiordnung

 

  • Fliegenfischen zum sinnstiftenden Erlebnis im Einklang mit der Natur machen.

 

  • Schonende und ethisch hochwertige Fischerei unter höchstmöglicher Rücksicht auf den Fischbestand und die Insektenwelt, als Nahrungsgrundlage für die Fische.

 

  • Keinerlei Besatz von Fischen im Revier seit mehr als 10 Jahren. Im Revier hat die Möll einen ausschließlich natürlichen Fischbestand in einem ausgewogenen Verhältnis von Bachforellen, Äschen und Regenbogenforellen, sowie Koppen. Vereinzelt sind auch Aitel zu fangen.

 

  • Drei Mitglieder des Vorstands fungieren als Aufsichtsorgane, die besonders auf ein waidgerechtes Verhalten im Revier achten. Außerdem hat man so alle Vorkommnisse und Veränderungen im Auge (z. B. Fischotterspuren, Fischreiherbestand und auch allenfalls Kormorane). Diesbezüglich hat sich in den letzten Jahren (leider) einiges getan.

 

  • Seit einigen Jahren setzt der Verein in Eigenregie Renaturierungsmaßnahmen im Revier um; zuletzt 2019 anlässlich massiver Hochwässer im Mölltal. Dabei wird der Gewässerlebensraum großzügig und leitbildkonform strukturiert. Es bilden sich Kehrwasser aus, es formieren sich Schotterbänke und Laichplätze, außerdem werden vielfältige Insektenlebensräume initiiert und gestärkt. Die Kosten sind beträchtlich. Neben der Investition von Vereinsmitteln, wird der Verein dabei auch vom Fischereirevierverband Spittal/Drau und der lokalen Wasserbauverwaltung unterstützt.

 

  • Strenge und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Fischereiregeln werden für das jeweilige Fischerjahr erstellt. Die Fischereiordnung wird jährlich auf Basis der Befischungsergebnisse, der Auswertung der Jahreskarten der Mitglieder und des persönlichen Austausches unter den Mitgliedern angepasst. Die Mitglieder führen ein Fangbuch, welches am Jahresende abgegeben wird. Aus der Summe der so erhaltenen Daten ergibt sich ein sehr gutes Bild zu den entnommenen Fischen (in Art und Größe) im Verhältnis zum Fischbestand. Zusätzlich liegen Ergebnisse einer Bestandserhebung aus dem Jahr 2018 vor.

 

  • Gefischt werden darf ausschließlich mit Trockenfliege, Nassfliege und Nymphen. Das Fischen mit Widerhaken ist nicht erlaubt.

 

Entnahmeregelungen und Brittelmaße:

  • Bachforelle: 28 bis 30 cm, es dürfen für die gesamte Saison nur 5 Stück entnommen werden. Pro Tag darf nur eine Bachforelle entnommen werden.

 

  • Äschen: Es dürfen nur Milchner entnommen werden (36 – 40 cm). Pro Fischgang dürfen max. 2 Fische entnommen werden. Pro Saison dürfen max. 5 Äschen entnommen werden. Bitte keine Rogner entnehmen. Sie sind von den Rognern durch die deutlich größere und dunklere Rückenflosse zu unterscheiden sowie durch die verlängerten Flossenstrahlen am hinteren Ende der Rückenflosse.

 

  • Regenbogenforelle: ab 24 cm, es dürfen 3 Fische je Fischgang entnommen werden.

 

  • Fang pro Fischertag: Es dürfen je Fischertag nur 3 Fische insgesamt entnommen werden.

Das Revier A beginnt bei der Brücke zum Sägewerk Hahn in Tresdorf und endet nach ca. 3 km bei der Einmündung des Freisingbaches zwischen Latzendorf und Stall. Hier beginnt das Revier B und endet ca. 3 km flussab zwischen Pußtratten und Wöllatratten (Reviertafel ca. Mitte Staller Anger).

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